1.) Liebes Feuer, wieso ist der 4. Mai der Tag des Feuers?
Eigentlich, weil es der Tag der Feuerwehrleute ist; der 4. Mai ist der Namenstag des Heiligen Florian, dem Schutzpatron der Feuerwehrleute (und auch der Bierbrauer, der Seifensieder und der Schornsteinfeger).
2.) Was sind einige deiner besonders krassen Eigenschaften?
Ich kann unter Wasser brennen (Magnesium), heißer werden als die Oberfläche der Sonne (6000 °C) und mich schneller ausbreiten, als ein Mensch normalerweise laufen kann.
3.) Leuchtest du immer gelblich-weiß?
Nein. Kalium brennt mit blauvioletter Flamme, Calcium ziegelrot und Kupfer grün. Beim Feuerwerk macht man sich diese Phänomene zunutze.
4.) Du wurdest immer wieder mit Göttern in Verbindung gebracht.
Ja, zum Beispiel brachte der griechische Prometheus den Menschen das vom Olymp gestohlene Feuer. Hestia (römisch Vesta) war Göttin des Herdfeuers und damit des häuslichen Friedens und Hephaistos/Vulkanus der Gott des Schmiedefeuers. Brigid (Kelten), Tefnut (Ägypten) und Pele (Hawaii) sind nur drei von vielen weiteren Feuergöttern.
5.) Welche Beziehung hast du zu Drachen?
Diese Fabelwesen waren in der Antike schlangenartige Mischwesen aus Reptilien, Vögeln und Raubtieren. Die Vorstellung, dass Drachen geflügelt sind und Feuer speien, hat sich in Europa so richtig erst in der Karolingerzeit durchgesetzt.
6.) Was ist der Burning Mountain im Südosten Australiens?
30 Meter unter der Erdoberfläche befindet sich hier ein seit 6000 Jahren existierender Brand in einem Kohleflöz. Er bewegt sich einen Meter pro Jahr vorwärts.
7.) Noch einmal Australien: Auf welche ungewöhnliche Weise werden Buschfeuer hier manchmal verbreitet?
Milane und Falken wurden dabei beobachtet, wie sie mit ihren Schnäbeln oder Klauen brennende Zweige aufgriffen und an anderer Stelle ins Gras fallen ließen. Vor dem so entfachten neuen Feuer fliehen dann kleinere Vögel, Eidechsen und Insekten und können von den Greifvögeln erbeutet werden.
8.) Was ist eine Feuertoilette?
Hierin werden die Hinterlassenschaften bei rund 600 Grad zu einem Häufchen Asche verbrannt. Verbrennungstoiletten kommen in Campingbereich, in Gartenhäuschen und in abgelegenen Berghütten zum Einsatz.
9.) Wo konnte man den Feurigen Elias beobachten?
So nannte man früher Dampflokomotiven und auch die Eisenbahnstrecken, auf denen sie fuhren. Auf einem Foto von 1920, das im Internet zu finden ist, dampft ein solcher Koloss durch die Luxemburger Straße in Köln. Der Bibel nach war der Prophet Elia (= Elias) mit einem feurigen Wagen mit feurigen Pferden in den Himmel gefahren.
10.) Noch einmal Köln: Wieso enthält das Kölner Wappen elf Flammen?
Sie erinnern an die Legende der Heiligen Ursula, der Schutzpatronin Kölns. Die bretonische Prinzessin wurde auf dem Rückweg von einer Wallfahrt nach Rom mit ihren 11.000 Begleiterinnen vor den Toren Kölns von den Hunnen ermordet. Die Hermelinschwänze des bretonischen Wappens wurden später Bestandeile des Kölner Wappens, wo sie auch als Tropfen, Tränen oder eben Flammen gedeutet wurden.
11.) Und zum Schluss: Welche besondere Ehre gab es für Feuerwehrleute im Jahr 1900?
Während der Olympischen Sommerspiele 1900 in Paris gab es Wettkämpfe zur Brandbekämpfung – zum ersten und einzigen Mal. Sowohl professionelle als auch freiwillige Feuerwehrleute nahmen teil. Sieger wurden Kansas City (Berufsfeuerwehr) und Porto (freiwillige Feuerwehr).
Vielen Dank, liebes Feuer!
Quellen: geo.de, camperstyle.de, koeln.mitvergnuegen.com, wikipedia.de
Bild: Osterfeuer; pajala / pixabay.com
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