Alles begann mit Joachim Bolte, königlich schwedischer Protonotar am Hofgericht zu Greifswald sowie Bürgermeister im benachbarten Wolgast. (Pommern gehörte von 1630 bis 1815 zu Schweden.) 1675 wurde Bolte von Schwedenkönig Karl XI in den Adelsstand erhoben, sein Adelstitel lautete „Boltenstern“. Aus der Adelsfamilie gingen mehrere Generäle hervor, u. a. Ferdinand Wilhelm Franz Bolstern von Boltenstern (1786–1814), der in den Befreiungskriegen gegen Napoleon im Rhein bei Mülheim ums Leben kam und nach dem die Riehler Boltensternstraße benannt wurde.
Eine Boltensternstraße gibt es auch in Düsseldorf (in der Nähe des Zoos!). Wien hat eine Boltensterngasse und Königswinter einen Von-Boltenstern-Platz. Oberhalb von Königswinter, auf der Aussichtsterrasse des Drachenfelses, steht sogar ein Boltenstern-Monument, das 1857 vom Kölner Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner gestaltet wurde. Achten Sie einmal bei Ihrem nächsten Ausflug auf den Drachenfels darauf!
Bild: Wappen derer von Boltenstern, v. Adolf Matthias Hildebrandt
Quellen: museenkoeln.de, wikipedia.de, wikipedia.se

Brunhilde Kiegel