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11 Fragen … an Schweden!
1.) Liebes Schweden, wieso wird bei euch in diesem Juni besonders heftig gefeiert – außer der sowieso üblichen Mittsommernacht?
Es wird eine Goldene Hochzeit gefeiert! Denn vor genau 50 Jahren, am 19. Juni 1976, hat König Carl XVI Gustav seine Silvia geheiratet.
2.) Wie lange gibt es schon schwedische Könige?
Ich bin seit über 1000 Jahren eine Monarchie. Als erster nachgewiesener König gilt Erik Segersäll (Erik der Siegesfrohe), der um das Jahr 970 n. Chr. regierte und auch König von Dänemark war.
3.) Welche Dynastie hatte eine Ährengarbe in ihrem Wappen?
Das war das Haus Wasa, denn wasa ist das schwedische Wort für die Ährengarbe. Da das Wort dem schwedischen Wort „vas“ (Vase) ähnelt, wurde die Ährengarbe im Wappen mit Henkeln ausgestattet. Noch im Wappen des heutigen Königshauses ist eine kleine Abbildung davon zu finden.
4.) Wieso gehen auch die schwedischen Landesfarben auf das Haus Wasa zurück?
Die oben erwähnte Ährengarbe war gelb auf rot-weiß-blauem Grund. Im Jahr 1906 wurde die aktuelle schwedische Flagge offiziell eingeführt, ein Philippus-Kreuz (skandinavisches Kreuz) mit den Farben Hellmittelblau und Goldgelb.
5.) Typisch für dich sind die roten Schwedenhäuser. Wieso dieses Rot?
Mit einem Kupferzusatz wird das Holz witterungsbeständiger gemacht – wichtig für die langen Winter hier oben. Das rote Farbpigment heißt Falunrot nach der Stadt in Südschweden, in der es jahrhundertelang ein riesiges Kupferbergwerk gab (1992 geschlossen, heute Weltkulturerbe).
6.) Welchen Aussprachefehler macht man, wenn man in Schweden (oder bei IKEA) „Köttbullar“, die Fleischbällchen, bestellt?
Weil sie „Schöttbullar“ ausgesprochen werden. So wird das k vor den Vokalen e, i, ä, ö und y ausgesprochen, vor allen anderen Vokalen wie ein normales k.
7.) Apropos Sprache. Was heißt „Ich bekam einen Brief“ auf schwedisch?
„Jag fick ett brev!“ Nanu? Tatsächlich ist „fick“ die Vergangenheitsform des Verbs få, und dies wiederum bedeutet u. a. dürfen, müssen, erhalten, gewinnen, fangen und veranlassen! Daher gibt es das bei uns anrüchige „Wort mit f“ im Schwedischen so häufig.
8.) Was sind Lördagsgodis?
„Samstagssüßigkeiten“ (Lördag = Samstag) beschreibt die schwedische Tradition, dass Kinder nur am Samstag Süßes essen sollen, um ihre Zähne zu schonen. In schwedischen Geschäften (auch bei IKEA!) gibt es Süßkramregale, an denen man sich die Leckereien zusammenstellt, die dann nach Gewicht berechnet werden.
9.) Was war der Tag H?
„Höger“ ist das schwedische Wort für „rechts“. Am 3. September 1967, einem Sonntag, wurde der Verkehr von Links- auf Rechtsverkehr umgestellt. Um 4:50 Uhr mussten sämtliche Fahrzeuge auf der linken Straßenseite anhalten, wechselten dann die Straßenseite und fuhren um 5 Uhr auf der rechten Seite weiter.
10.) Was verdanken wir der Schwedin Aina Wifalk (1928–1983)?
Sie erfand 1978 den modernen Rollator mit großen Rollen, Bremsen und Ablagefläche! Weitere schwedische Erfindungen: Tetra Pak, Sicherheitsstreichholz, Dreipunkt-Sicherheitsgurt, Herzschrittmacher, Dynamit, die Datenübertragung per Bluetooth und viele weitere.
11.) Und am Schluss: Welche schwedische Spezialität wird von vielen Airlines nicht transportiert?
Der Surströmming, ein in der Dose vergorener Hering, der beim Dosenöffnen entsetzlich stinkt. Falls eine solche Dose auf einem Flug aufgehen (oder gar explodieren!) sollte, wäre der Gestank unerträglich an einem Ort, der nicht rasch verlassen werden kann.
Quellen: flugladen.de, naschhaus.de, skandinavien.de, wikipedia.de
Bild: Sommerland / pixabay.com
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