1.) Liebes Wetter, „April, April – der macht, was er will“ – wieso gibt es diese Bauernregel über das Aprilwetter?
Im April wird es allmählich wärmer bei uns, zuerst im Süden und dann immer weiter nördlich. Die Meere sind noch kalt, doch die bereits recht hoch stehende Sonne erwärmt den Boden. Diese Temperaturgefälle führen zu Ausgleichsbewegungen der Winde. Rasche Temperatur- und Wetteränderungen machen einen launischen Eindruck.

2.) Woher kommt dein Name?
Von althochdeutsch „wetar“, das bedeutet „Wind, wehen“. Zum Wetter zählen Phänomene wie Sonnenschein, Bewölkung, Regen, Wind, Hitze und Kälte.

3.) Daneben gibt es auch noch einige weniger bekannte Phänomene in der Atmosphäre. Was ist zum Beispiel ein Bart?
Bart bezeichnet eine sog. Thermikblase, die durch einen länger anhaltenden thermischen Aufwind zustande kommt. Segelflugzeuge können dadurch kreisend in größere Höhen aufsteigen; für andere Flugzeugtypen bedeutet es eine größere Turbulenzgefahr.

4.) Wo findet man Kobolde und Elfen?
Kobolde (engl. Sprites) und Blaue Strahlen (Blue Jets) sind Blitze, die von Gewitterwolken aus nach oben in die Atmosphäre ausschlagen. Sie konnten von Flugzeugen aus beobachtet werden. Manchmal werden sie von ringförmigen Lichtblitzen begleitet, den sog. Elfen (Elves).

5.) Auch das Elmsfeuer hängt mit Gewitter zusammen.
Es ist eine bis zu mehreren Minuten lange bläuliche Entladung, die bei starken Gewittern an hohen und schmalen Gegenständen auftritt, wie zum Beispiel an Kirchturmspitzen, Gipfelkreuzen oder den Mastspitzen eines Schiffes. Dann besteht unmittelbare Blitzgefahr!

6.) Staubteufel dagegen sind relativ harmlos.
Diese kleinen Mini-Sandstürme sind lokale, eng begrenzte und um eine vertikale Achse rotierende Luftwirbel mit kurzer Lebensdauer. Sie entstehen durch eine bodennahe Überhitzung der Atmosphäre und können bei hohen Temperaturen auf ausgetrockneten, abgeernteten Feldern beobachtet werden.

7.) Ist Diamantschnee besonders kostbar?
Das nicht, aber selten! An besonders kalten und windstillen Tagen kann es vorkommen, dass feine Eisnadeln vom – auch wolkenlosen – Himmel fallen. Diese können im Sonnen- oder Mondlicht aufblitzen, da das Licht ähnlich gespiegelt wird wie bei einem Diamanten, daher der Name.

8.) Und Blutregen hat vermutlich nichts mit Blut zu tun?
Nein. Rötlicher Saharastaub wird durch starke Winde in die Atmosphäre getragen, wo er langsam über die Alpen in Richtung Norden wandert und dann in unseren Breiten vom Regen ausgewaschen wird. Den gleichen Effekt gibt es beim sog. Blutschnee.

9.) Nach wem wurde die Fata Morgana benannt?
„Fata“ bedeutet Schicksal, und „Morgana“ bezieht sich auf die Halbschwester des sagenhaften König Artus, Morgan le Fay. Die Luftspiegelungen einer Fata Morgana täuschen auf heißem Boden flirrendes Wasser vor, und ebenso trügerisch und rätselhaft war Morgans Heimat, die mythische Insel Avalon.

10.) Was sind Sonnenhunde und Glorien?
Je nach Lichtverhältnissen gibt es rund um Sonne und Mond atmosphärische Leuchterscheinungen: Lichtkreise (Korona oder Hof), Nebensonnen (im englischen sun dogs, s. Foto) sowie farbige Ringe (Glorien), Bögen, Säulen und Streifen in Regenbogenfarben.

11.) Und zum Schluss: Wie ist das Wetter in Xanadu?
Rund -180 Grad und Methan-Regen! Xanadu ist eine Region auf dem Saturnmond Titan. Auf Titan gibt es Regen, Seen und Flüsse, die aber nicht aus Wasser bestehen, sondern aus Methan und Ethan – ein ganz und gar krasses Wetter!

Vielen Dank, liebes Wetter!

Quellen: dwd.de, wetter.de, wikipedia.de

Bild: Von Timothyfgates – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=93657292