Am 20.12.1950 trat das Bundesversorgungsgesetz in Kraft. In diesem Zusammenhang mussten Versorgungsämter geschaffen werden, um die kriegsgeschädigten Menschen und die Kriegshinterbliebenen zu versorgen. Ein Teil des Kölner Versorgungsamtes fand in der alten Kasernenanlage an der Ecke Boltensternstraße und der Straße An der Schanz seine Diensträume.

Ehemaliger Exerzierplatz

Ehemaliger Exerzierplatz (Quelle: Brokmeier)

Neben der Linderung der wirtschaftlichen Not der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen galt es aber auch, die körperlichen Folgen zu lindern, indem die Menschen mit Hilfsmitteln versorgt wurden.

In diesem Zusammenhang wurde am 13.7.1956 die Orthopädische Versorgungsstelle in einem Neubau auf dem ehemaligen Kasernenhof errichtet Hier konnten stationäre Behandlungen durchgeführt und Hilfsmittel angepasst sowie eingeübt werden. Weiterhin erfolgte hier auch die Begutachtung zur Höhe der Kriegsbeschädigung.

Luftbild

Luftbild (Foto: Grunert)

Im Lauf der Zeit nahmen die originären Aufgaben des Versorgungsamtes immer weiter ab und die Dienststelle übernahm weitere Aufgaben, die sich z. B. aus dem Schwerbehindertengesetz oder dem Opferentschädigungsgesetz ergaben.

In diesem Zusammenhang wurde auch die Versorgungsärztliche Untersuchungsstelle am 8.6.1976 aufgelöst.

Die Dienststelle „Versorgungsamt“ wurde mittlerweile nach Köln-Kalk verlegt. Die Gebäude an der Boltensternstraße werden nunmehr durch Flüchtlinge und als Ausweichquartier durch die Verwaltung der Feuerwehr genutzt.